Nein zu noch mehr Flugverkehr im Kanton Zürich

NEIN zu noch mehr Flugverkehr im Kanton Zürich: Dafür macht sich die heute lancierte Kampagne «NEIN zum Pistenausbau» stark. Ein Ausbau sei unnötig und umweltschädlich. 

250 Millionen Franken, 680 Meter mehr Piste: Die Stimmbevölkerung im Kanton Zürich stimmt voraussichtlich nächstes Jahr darüber ab, ob der Flughafen Zürich ausgebaut werden soll. Die Umwelt- und Bevölkerungsinitiative Fair in Air macht sich bereits jetzt stark für ein NEIN an der Urne und lanciert heute ihre NEIN-Kampagne.

«Mit 30 Millionen Passagieren ist der Flughafen Zürich schon jetzt der grösste im Land», sagt Kantonsrat Urs Dietschi von Fair in Air. Schon heute sei die internationale Erreichbarkeit der Schweiz ausgezeichnet und zusätzliche Flugbewegungen unnötig. «Einen noch grösseren, überdimensionierten Flughafen brauchen wir im Kanton nicht.» 

Ausbau unnötig – und umweltschädlich

Mit der Nein-Kampagne will Fair in Air die Stimmbevölkerung frühzeitig sensibilisieren, dass mit dem Ausbau die Erhöhung der Flugkapazitäten ermöglicht werde. «Vor genau 10 Jahren hiess es: Man müsse die beiden Pisten 28 und 32 verlängern, wenn man nicht wolle, dass die Kapazität leide», sagt Dietschi. Dass der Flughafen nun mit dem Sicherheitsargument für ein Ja weibelt, ist für die Organisation nichts als Augenwischerei. Vielmehr gälte es, Betriebsvarianten einzuführen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Doch nicht nur das: «Der Ausbau ist nicht nur unnötig, sondern auch umweltschädlich», sagt Dietschi. Der Flugverkehr ist einer der am schnellsten wachsenden Verursacher von Treibhausgasen mit grossem Einfluss auf den Klimawandel. Die Fliegerei sei bereits für über 27 Prozent des menschengemachten Klimaeffekts der Schweiz verantwortlich, so Fair in Air. Die Folgen eines grenzenlosen Wachstums seien zusätzlicher Fluglärm, Umweltverschmutzung, Klimawandel und noch mehr Billigflieger. 

Zudem werde mit dem geplanten Ausbau die Lärmbelästigung für alle Regionen verstärkt. «Die postulierte Lärmverlagerung ist nicht zutreffend und ein Scheinargument. Es muss vielmehr endlich für alle der Lärmschutz verbessert werden: Strikte Einhaltung der Lärmgrenzwerte und Ruhezeiten in der Nacht», so Dietschi. 

Flyer-Aktionen, Mailings und Social Media

Die Bevölkerung soll über Flyer-Aktionen, eine Unterstützendenliste, prominenten Stimmen, eine Kampagnen-Landingpage, Mailings und interaktiver Social Media-Sensibilisierung erreicht werden. «Wir sind überzeugt, dass auch die Bevölkerung keinen noch grösseren Flughafen will», sagt Dietschi.

Alle Informationen zur Kampagne finden sich unter: www.fair-in-air.ch/pistenverlaengerung-nein

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