Rümlang: Flughafen will keine Nachtruhe zusichern

Die strikte Einhaltung der Nachtruhe ab 23 Uhr «ohne Wenn und Aber» – das fordert die Gemeinde Rümlang vom Flughafen Zürich in ihrer Mitteilung vom letzten Dienstag. Für die Gemeinde hat das Ruhebedürfnis Zehntausender Menschen in der Region ganz klar Vorrang vor einer Handvoll verspäteter Umsteigepassagiere, die mitten in der Nacht einen Anschlussflug suchen.

Die Gemeinde vermisst die Zusicherung des Flughafens und der Swiss auf eine strikte Nachtruhe und somit die Rücksichtnahme der Bedürfnisse der Bevölkerung von Rümlang. Ohne eine verbindliche und durchsetzbare Zusage des Flughafen Zürichs könne der Gemeinderat die Pistenverlängerung nicht gutheissen, so im NZZ-Beitrag.

Den ganzen NZZ- Beitrag findest Du unter diesem Link: www.nzz.ch/zuerich/news-aus-zuerich-sbb-wollen-neugasse-areal-fuer-bahnbetrieb-nutzen-ld.1747826. Und weitere Informationen sind im Zürcher Unterländer zu finden: www.zuonline.ch/eine-7-stuendige-nachtruhe-ist-das-absolute-minimum-704286282341

Auch Fair in Air ist der Meinung: Das fehlende Versprechen zeigt, dass die Pistenverlängerung die angebliche Minderung der Verspätungen und somit die Lärmbelastung in der Nacht nicht erfüllen kann. «Die postulierte Lärmverlagerung ist nicht zutreffend und ein Scheinargument. Es muss vielmehr endlich für alle der Lärmschutz verbessert werden: Strikte Einhaltung der Lärmgrenzwerte und Ruhezeiten in der Nacht», so Vizepräsident von Fair in Air Urs Dietschi. Und den Lärm von einer Region zulasten einer anderen Region zu verlagern: das darf sowieso nicht sein. Und das Bedürfnis einer Handvoll verspäteter Umsteigepassagiere nach Anschluss auf einen Langstreckenflug mitten in der Nacht, das Ruhebedürfnis Zehntausender Menschen wiegt nicht auf.

Ein Ausbau der Pisten führt immer auch zu einem Kapazitätsausbau, dies zu Lasten der Umwelt und der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Jeden Tag sind mehr als 65’000 Personen in der Umgebung des Flughafen Zürich von Lärm betroffen. Mit dem geplanten Pistenausbau wird die Lärmbelästigung weiter verstärkt, und zwar für ALLE Regionen.

Der Flughafen und der Flugverkehr dürfen nicht auf Kosten der Zürcher Bevölkerung und der Umwelt bis ins Unermessliche wachsen. Deshalb macht sich FAIR in AIR stark für ein NEIN an der Urne. Eine Übersicht über unsere Argumente für ein NEIN findest Du hier: https://fair-in-air.ch/pistenverlaengerung-nein/

Teile diesen Beitrag:

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email

Ähnliche Beiträge

Bevölkerungsschutz

Betriebszeiten am Flughafen Zürich: Transparenz bei Nachtflügen erforderlich

Der Verein FAIR in AIR fordert Transparenz bei Nachtflügen und der Verspätungsstatistik am Flughafen Zürich. Eine Analyse der Flugbewegungen im Sommer 2026 zeigt eine erhebliche Abweichung zwischen dem regulären Betriebsende um 23:00 Uhr und den tatsächlichen Abflugzeiten. Entscheidend ist dabei nicht, wann ein Flug administrativ als gestartet gilt, sondern wann die Bevölkerung tatsächlich dem Fluglärm ausgesetzt ist. FAIR in AIR fordert deshalb die konsequente Einhaltung der geltenden Betriebszeiten, eine realistische Flugplanung und eine Berichterstattung, welche die gesamte Lärmbelastung nach 23:00 Uhr transparent ausweist.

Mehr lesen »
Bevölkerungsschutz

Nächtlicher Fluglärm kann tödlich sein

Keine Nacht ohne Fluglärm? Tagsüber immer mehr Starts und Landungen? Das ist nicht einfach ein persönlicher Störfaktor. Übermässiger Fluglärm beeinträchtigt die Gesundheit und verursacht unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigen zahlreiche Studien und Berichte. Darum braucht es dringend das Engagement von FAIR in AIR – zusammen mit seinen Mitgliedern.

Mehr lesen »
Nachtruhe

Wie der Flughafen Zürich happige Bussen umgeht

Eine neue Auswertung zeigt: An keinem einzigen Tag der Sommermonate 2026 hat es der Flughafen Zürich (FZAG) geschafft, die vorgeschriebenen Betriebszeiten einzuhalten. Die Erhebung der über 300 Flugbewegungen nach 23 Uhr allein im Juli zeigt: Der Flughafen misst Verspätungen anders, als sie am Boden wahrgenommen werden – und hält mit dieser Trickserei seine offizielle Verspätungs-Statistik künstlich tief. Die Bevölkerungsorganisation FAIR in AIR fordert nun Konsequenzen, bevor der Ständerat über eine gesetzliche Verankerung der Betriebszeiten berät.

Mehr lesen »
Bevölkerungsschutz

Betriebszeiten am Flughafen Zürich: Transparenz bei Nachtflügen erforderlich

Der Verein FAIR in AIR fordert Transparenz bei Nachtflügen und der Verspätungsstatistik am Flughafen Zürich. Eine Analyse der Flugbewegungen im Sommer 2026 zeigt eine erhebliche Abweichung zwischen dem regulären Betriebsende um 23:00 Uhr und den tatsächlichen Abflugzeiten. Entscheidend ist dabei nicht, wann ein Flug administrativ als gestartet gilt, sondern wann die Bevölkerung tatsächlich dem Fluglärm ausgesetzt ist. FAIR in AIR fordert deshalb die konsequente Einhaltung der geltenden Betriebszeiten, eine realistische Flugplanung und eine Berichterstattung, welche die gesamte Lärmbelastung nach 23:00 Uhr transparent ausweist.

Mehr lesen »
Bevölkerungsschutz

Nächtlicher Fluglärm kann tödlich sein

Keine Nacht ohne Fluglärm? Tagsüber immer mehr Starts und Landungen? Das ist nicht einfach ein persönlicher Störfaktor. Übermässiger Fluglärm beeinträchtigt die Gesundheit und verursacht unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigen zahlreiche Studien und Berichte. Darum braucht es dringend das Engagement von FAIR in AIR – zusammen mit seinen Mitgliedern.

Mehr lesen »