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FAIR in AIR verurteilt fehlenden Bevölkerungsschutz in der Flughafenpolitik

Zürich, 17 August 2023 – Die Volkswirtschaftsdirektion verschickt heute eine Mitteilung zur Flughafenpolitik. Was dabei vom Kanton schwammig bleibt: Der Schutz der Bevölkerung. Obwohl auch der Kanton zugesteht: Der Flughafen verursacht Beeinträchtigungen für die Bevölkerung und für Umwelt und Klima, die es zu begrenzen gilt. 

Die Bevölkerungsinitiative FAIR in AIR verurteilt, dass der Kanton in der geplanten Regelung keine Zugeständnisse an den Schutz von Bevölkerung und Umwelt vornimmt. «Die Lärmgrenzwerte werden noch immer massiv überschritten», kommentiert Urs Dietschi, Kantonsrat (Grüne) und Vizepräsident der Bevölkerungsinitiative FAIR in AIR. 

Mit postulierten 50 Millionen Passagieren bis 2050 statt der jetzigen 30 würden die Lärmgrenzwerte und Belastungen unabhängig von neuen Flugzeugen ins Unverhältnismässige steigen. Einschränkungen im Flugbetrieb werden nirgends gemacht – nur Wachstum, zulasten von Bevölkerung und Umwelt. «Flugverkehr wenn es sein muss, aber nicht noch mehr als heute!», so Urs Dietschi. 

Bis 2030 einen Drittel mehr Flugverkehr in der Region Zürich: einseitig Wirtschaftlichkeit betont

Bereits bis 2030 wird es gemäss von der FZAG angeforderten Studie bei der EMPA (2020) 331’000 Flugbewegungen geben, also eine Steigerung um rund einen Drittel. Der Bericht hebt für FAIR in AIR einseitig Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund, die Umwelt bleibt auf der Strecke. «Da nützen die schönfärberischen Floskeln bezüglich Klimaneutralität des Flughafens nichts», so Urs Dietschi.

Mit der „zukünftigen Entwicklung“ wolle der Kanton klar eine Kapazitätserweiterung. Dies vor allem auch mit dem geplanten Pistenausbau. «Darum braucht es Politik und Bevölkerung, nämlich mit ihrem NEIN zum Pistenausbau», so Urs Dietschi.  Die angesprochenen technischen Möglichkeiten seien hohl und führen nicht zum Ziel. Zudem rechne der Flughafen selbst mit maximal 39% Anteil an synthetischem Treibstoff bis 2040.

Die Floskeln ‘Erhöhung der Sicherheitsmarge’ und ‘Stabilisierung des Betriebs’ werden gemäss FAIR in AIR im Zusammenhang mit den nicht nötigen Pistenverlängerungen erwähnt – und treffen nicht zu. «Wäre der Betrieb nicht sicher, dürfte nicht geflogen werden», so Urs Dietschi. Alle Flugzeuge landen auf allen Pisten sicher. Der Anflug auf die Piste 28 ist ein nicht kategorisierter. Piloten können ohne weitere Begründung den Anflug auf eine kategorisierte Piste verlangen. Die erwähnte Stabilisierung ist für die Bürgerinitiative eine leere Phrase, um den nicht nötigen Pistenausbau zu rechtfertigen.

Die Pistenerweiterungen, vor allem Piste 28 gegen Rümlang, würden dem Dorf nur schon vom rollenden Flugzeug massiv mehr Lärm bringen. Die Pistenkopfumfahrung der Piste 28 auf der Seite Kloten bringt auch wegen der rollenden Flugzeuge mehr Lärm den heute hinter der Autobahnwall liegenden Wohngebieten.

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