BFO lehnt Aenderung des Betriebsreglements vollumfänglich ab

Nach Aktenstudium ist BFO der Meinung, dass die Änderungen des Betriebsreglements völlig ungenügend sind und das Argument der Verbesserung der Sicherheit eine reine Farce ist. Von den 30 vorgeschlagenen Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit wurde gerade mal eine einzige umgesetzt (Entflechtung Ostkonzept). Dabei konzentriert sich diese Massnahme auf einen Zeitraum von zwei Stunden (21:00 bis 23:00 Uhr) Betriebszeit und brüskiert einmal mehr Süddeutschland (neue Linienführung über Deutschland). Die Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit in den übrigen 15 Betriebsstunden werden vollständig ignoriert; sowohl vom Flughafen wie auch vom BAZL. Dabei haben die Fachleute der Sicherheitsüberprüfung den Südstart Straight 16 (Südstart geradeaus) als spezielle Einzelmassnahme hervorgehoben (Bericht Seite 38, Punkt 7). Dieser kommt beim Nordkonzept ? also während 14 Betriebsstunden ? zur Anwendung und soll nicht verbessert werden. Unter vorgehaltener Hand erklärten uns die Spezialisten, wieso die Verbesserung der Sicherheit in den übrigen 15 Betriebsstunden (1 Stunde Südanflug, 14 Stunden Nordanflug) ignoriert wurden: Aus politischen Gründen!

Eine Betriebsreglementsänderung unter dem Feigenblatt der Verbesserung der Sicherheit, die in Tat und Wahrheit jedoch auf Kapazitätserweiterungen ausgelegt ist (Schnellabrollwege Piste 28 und 34, Änderung Betriebszeit Ostanflug) muss vollumfänglich abgelehnt und an den Absender zurückgeschickt werden. Es ist unverständlich, dass das BAZL nicht mehr Wert auf die Verbesserung der Sicherheit legt und damit der Schweizerischen Luftfahrt enormen Imageschaden zufügt. Es macht den Anschein, dass Bundesrätin Leuthard ihre Departement nicht im Griff hat.

BFO; straight forward

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